Unser Lehrprofil: Vergleichende Demokratieforschung; Regierungs- und Wahlsysteme im Vergleich; Repräsentations- und Responsivitätsforschung; politische Einstellungen und politische Partizipation; Demokratie und Ungleichheit; vergleichende Parteienforschung, insbesondere mit Blick auf populistische Parteien; Methoden der empirischen Sozialforschung, u.a. Datenvisualisierung oder Bayesianische Statistik.

Unser Forschungsprofil: Der Bereich „Vergleichende Politikwissenschaft“ deckt ein breites Spektrum an Themen ab, die der empirische Demokratieforschung zugeordnet werden können: z.B. Einstellungs-, Wahl- und Parteienforschung; die Ursachen der Wahl populistischer Parteien; der Zusammenhang von ökonomischer und politischer (Un-)Gleichheit; die Zusammensetzung von Parlamenten und deren Auswirkung auf politische Repräsentation; sowie Globalisierungsprozesse und Herausforderungen der Demokratie durch Globalisierung.

Im Bereich Vergleichende Politikwissenschaft sind Prof. Schäfer, Dr. Lea Elsässer, Dr. Johannes Kessler, Dr. Nils Steiner und Jonas Wenker zur Betreuung von Bachelorarbeiten berechtigt. Es ist nicht notwendig, bei Ihrem gewünschten Betreuer oder Ihrer gewünschten Betreuerin ein Seminar absolviert zu haben.
Ihr Thema sollte sich aber innerhalb der Forschungsschwerpunkte des Bereichs befinden (vgl. oben).
Wenn Sie im Bereich Vergleichende Politikwissenschaft eine Bachelorarbeit schreiben möchten, ist es notwendig, dass Sie sich für einen Sprechstundentermin anmelden und Ihrem gewünschten Betreuer oder Ihrer gewünschten Betreuerin mindestens zwei Tage vor der Sprechstunde ein kurzes Exposé für Ihr angedachtes Vorhaben per E-Mail schicken.

Ihr Exposé sollte etwa eine Seite umfassen und dabei
* eine möglichst konkrete Fragestellung enthalten und
* deren wissenschaftliche Relevanz aufzeigen
* den geplanten theoretischen Rahmen nennen und
* kurz darstellen, wie Sie vorgehen wollen (erste Grobgliederung)
* falls zutreffend: Ihre Datengrundlage und erste Arbeitshypothesen beinhalten

Planen Sie rechtzeitig: Sie haben im B.A. acht Wochen Bearbeitungszeit zur Verfügung, die Korrektur der Arbeit dauert etwa 4-6 Wochen, anschließend erfolgt die mündliche Prüfung zur Bachelorarbeit.
Informationen zur genauen Ausgestaltung der mündlichen Prüfung erfragen Sie bitte bei Ihrem Betreuer bzw. Ihrer Betreuerin.

Im Bereich Vergleichende Politikwissenschaft ist Prof. Schäfer zur Betreuung von Masterarbeiten berechtigt. Das Zweitgutachten wird von einer anderen Professorin oder einem anderen Professor des Instituts übernommen. Falls Sie eine Masterarbeit in unserem Bereich schreiben möchten, ist es erforderlich, das Kolloquium zu besuchen und dort Ihr Thema vorzustellen. In der Präsentation sollten die Fragestellung, Theorie, Datengrundlage, Methoden sowie den Zeitplan erläutern.

Vorlesung

Seminar

Kleingruppe

Kolloquium

Praktikum


WiSe 2025/26

Förderung: DFG Projekt
Leitung: Dr. Nils Steiner & Dr. Matthias Mader
Laufzeit: geplant 04/2026 – 03/2029

In einem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt untersucht Dr. Nils Steiner gemeinsam mit Dr. Matthias Mader die Rolle sozialer Identitäten im Zusammenhang mit dem neuen „transnationalen Cleavage“ rund um Fragen der Globalisierung. Im Mittelpunkt steht, welche Identitäten sich herausbilden und wie sie das Wahlverhalten entlang dieser neuen Konfliktlinie prägen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der „Identity Leadership“ politischer Eliten: Wie beeinflusst deren Rhetorik zum einen, welche politikrelevanten Identitäten Bürger:innen entwickeln, und zum anderen, welche Identitäten für das Wahlverhalten bedeutsam werden? Das Projekt untersucht diese Fragen mithilfe von Umfragen und experimentellen Studien in Deutschland und weiteren westeuropäischen Demokratien. Es ist auf drei Jahre angelegt; der Projektstart ist für den 1. April 2026 geplant.

Förderung: DFG Projekt
Projektleitung: Prof. Dr. Claudia Landwehr
Laufzeit: 2025-2028

Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts untersucht Dr. Nils Steiner, wie sich falsche Konsensannahmen über die öffentliche Meinung darauf auswirken, wie Bürger:innen die Legitimität demokratischer Entscheidungen und Institutionen bewerten (Projektleitung: Prof. Dr. Claudia Landwehr; Laufzeit: 2025–2028). Ausgangspunkt ist der Befund, dass Individuen häufig überschätzen, wie viele andere ihre eigenen Ansichten teilen. Das Projekt untersucht die Folgen dieser Fehleinschätzung für politische Legitimationsüberzeugungen mithilfe agentenbasierter Modelle, der Analyse von Umfragedaten sowie Umfrage- und Laborexperimenten. Das Projekt ist Teil der DFG-Forschungsgruppe “Big Structural Change” (BISC). Zur Projektwebseite: https://theorie.politik.uni-mainz.de/en/research/false-consensus/